"Wir kehren zurück ins normale Leben"

In einer gemeinsamen Pressekonferenz haben Premierminister Charles Michel (MR) und der Ministerpräsident der Region Brüssel-Hauptstadt, Rudy Vervoort (PS) angekündigt, dass die Metro ab der kommenden Woche wieder ihren normalen Fahrplan aufnehmen wird. „Wir kehren zurück ins normale Leben“, so Premier Michel.

Premier Michel und Ministerpräsident Vervoort wollten mit ihrer internationalen Pressekonferenz in Brüssel in den Sprachen Niederländisch, Französisch und Englisch ein Zeichen der Einheit und der Hoffnung geben, denn nach den Terroranschlägen vom 22. März auf den Brussels Airport und die Metrostation Maalbeek will die belgische Hauptstadt wieder so weit wie möglich ins normale Leben zurückfinden.

Für Brüssel bedeutet dies konkret, dass auch die Metro wieder im gewohnten Umfang ihren Betrieb aufnehmen wird. Seit den Anschlägen fuhr die Metro ja nur zwischen 7 Uhr morgens und 19 Uhr am Abend. Im Laufe der kommenden Woche werde der normale Fahrplan wieder in Kraft treten, so Premier Michel. Die Sicherheit in den Bahnhöfen werde von gemischt auftretenden Patrouillen aus Soldaten und Polizisten gewährleistet.

Besonders konkret war die gemeinsame Pressekonferenz von Michel und Vervoort nicht. Sie sollte vielmehr ein Zeichen der Hoffnung in die Welt senden und das Image des Landes und seiner Hauptstadt aufpolieren. Gemeinsamer Tenor: „Wir müssen gestärkt aus dieser schweren Prüfung herauskommen.“ Man müsse die Ränge schließen, denn die Terroristen hätten versuchen wollen, die Gesellschaft zu spalten.

Ob diese Pressekonferenz allerdings der ideale Weg war, ein positives Zeichen zu geben, sei dahingestellt. Nicht wenige Pressevertreter aus dem Ausland bombardierten den belgischen Regierungschef mit beißenden Fragen zum Thema, ob Belgien nicht doch vielleicht ein Staat sei, der versagt habe…