2015 wurden 30.000 neue Stellen geschaffen

Im vergangenen Jahr haben in Belgien rund 30.000 Personen einen neuen Arbeitsplatz finden können. Das zeigt, dass sich der hiesige Arbeitsmarkt nach der Krise wieder erholt. Doch nach einer Meldung der flämischen Tageszeitung Het Nieuwsblad wurde fast die Hälfte dieser neuen Jobs im Rahmen von Zeitarbeitsverträgen vermittelt.

Im Laufe des vergangenen Jahres kamen belgienweit etwa 210.000 neue Jobs hinzu, während gleichzeitig 180.000 Stellen abgebaut wurden. Unter dem Strich bedeutet dies, dass 2015 rund 30.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden konnten. Der Arbeitsmarkt erholt sich nach der Krise demnach, wie Tim Goesaert vom Forschungsinstitut für Arbeit und Gesellschaft (HIVA) am Donnerstag gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion angab:

„Wir stellen fest, dass netto Jobs hinzukommen. Doch die meisten Stellen werden derzeit im Zeitarbeitsbereich vermittelt. Viele Unternehmen vergrößern sich, doch sie machen dies mit angezogener Handbremse. Noch zweifeln sie, neuen Mitarbeitern gleich feste Arbeitsverträge anzubieten.“

Die meisten neuen Jobs wurden in den Bereichen Bewachung und Sicherheit geschaffen, aber auch bei der Dienstleistung. Überraschenderweise boten sich auch in der Landwirtschaft neue Jobs an - in erster Linie bei der Obsternte mit Saisonarbeitern. Große Verlierer sind die Bauwirtschaft, wo letztes Jahr rund 6.700 Stellen verloren gingen und auch bei „Vater Staat“ werden eher Stellen abgebaut oder nicht mehr neu besetzt.