Kommt der Abschied von der 38-Stundenwoche?

Belgiens Arbeitsminister Kris Peeters (CD&V - Foto) plant ein Abwenden von der klassischen 38-Stundenwoche für die Beschäftigen. Er will die Arbeitszeiten flexibler gestalten und ermöglichen, in der einen Woche bis zu 45 Stunden zu arbeiten und in nicht außergewöhnlich arbeitsintensiven Wochen auch mal weniger.

Der flämische Christdemokrat Peeters ist der Ansicht, dass man seinen Jon mit flexibleren Arbeitszeiten sowohl effektiver, als auch leichter zu machen: „Man kann demnach in bestimmten Wochen bis zu 45 Stunden pro Woche arbeiten. Doch über das Jahr verteilt, soll es bei 38 Stunden bleiben.“

Das würde bedeuten, dass die Arbeitnehmer in weniger stressigen Zeiten auch weniger Wochenstunden absolvieren können: „Die Arbeitgeber können ihr Personal zu bestimmten Zeiten weniger oder auch mehr arbeiten lassen. Ein Vorteil wäre zum Beispiel, dass die Arbeitsstunden während der Sommermonate deutlich gesenkt werden könnten.“

Arbeitsminister Peeters kann sich auch vorstellen, Überstunden nicht mehr unbedingt in Freizeit zu vergüten, sondern dem Personal bar auszubezahlen. Bis zu 100 bezahlte Überstunden will der Minister so pro Jahr möglich machen. Der Vorschlag muss allerdings noch mit dem Regierungskabinett und mit den Sozialpartnern besprochen werden.