Dutzende Tipps durch die Video-Fahndung

Nach der Veröffentlichung eines Videos, dass den “Man mit Hut” am 22. März - dem Tag der Brüsseler Anschläge - auf dem Weg vom Flughafen in Zaventem zu Fuß in die Innenstadt zeigt, gingen bei Polizei und Staatsanwaltschaft dutzende Tipps von Zeugen ein.

Die belgische Bundesstaatsanwaltschaft hatte am Donnerstag eine Videomontage von Bildern aus Überwachungskameras an die Öffentlichkeit gebracht und damit mögliche Zeugen dazu aufgerufen, mögliche Erkenntnisse umgehend den Behörden zu melden.

Das Video und eine dazugehörende Stadtkarte zeigen den 10 km langen Fußweg des „Mannes mit Hut“ von Flughafen aus bis in den Brüsseler Stadtteil Schaarbeek hinein. Doch irgendwann verliert sich seine Spur. Zwischendurch entledigte er sich seiner hellen Jacke, doch das Anglerhütchen behält er auf seinem Kopf. Für die Ermittler wäre es auch wichtig, diese Jacke zu finden (siehe nebenstehenden Beitrag und das angehängte Video).

Bilder von Überwachungskameras werden bei Ermittlungen auch gegen Terroristen immer wichtiger, sagte Willy Bruggemann, der Vorsitzende des Föderalen Polizeirates am Freitagmorgen gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion:

„Glücklicherweise liegen entlang seines Weges einige Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, die Kameras an ihren Eingängen haben. Und einige Bilder wurden auch von Kameras an öffentlichen Plätzen aufgenommen. Es ist andererseits auch so, dass viele Kommunen, z.B. auf Ebene der Verkehrssicherheit Kameras an Orten anbringen, an denen die staatlichen Behörden nicht aktiv sind. Dae bietet eine Sicherheit im weitesten Sinne des Wortes.“