Provinzgouverneurin sorgt sich nach Panne um Doel

Die Gouverneurin der Provinz Antwerpen, Cathy Berx (Foto), fordert angesichts der anhaltenden und sich häufenden Vorfälle im Kernkraftwerk Doel eine sehr gründliche Kontrolle der Anlagen durch die Aufsichtsbehörde für nukleare Angelegenheiten, FANC. Die Gouverneurin erwartet auch ein Update des nuklearen Notplans für Belgien.

In der Nacht zum Donnerstag hatte sich der Reaktor Doel 1 nach einem technischen Problem den Sicherheitsvorkehrungen entsprechend selbst abgeschaltet. Der Reaktor fuhr sich nach einer Störung in der eigenen Leistungsregelung herunter. Inzwischen ist der Realtor aber wieder am Netz.

Nach diesem Vorfall im mit 40 Jahren Dienstzeit ältesten Kernreaktor Belgiens, der gerade erst von der belgischen Bundesregierung eine Laufzeitverlängerung um 10 Jahre bekam, macht sich die zuständige Antwerpener Provinzgouverneurin Sorgen.

Gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion sagte Gouverneurin Berx am Freitagmorgen, sie mache sich Sorgen, weil dies ja nicht der erste Vorfall dort gewesen sei: „Ich gehe aber davon aus, dass die FANC, die für die gründliche Kontrolle der Nuklearanlagen einsteht, nicht nur ein Auge für den vorliegenden Vorfall hat, sondern auch für die sich aneinanderreihenden Probleme. Zumal sich der Vorfall diesmal im nuklearen Teil der Anlage ereignet hat. Das ist die Sorge, die ich zum Ausdruck bringe.“

Die Antwerpener Provinz-Gouverneurin geht aber davon aus, dass sich der nukleare Wachhund FANC tatsächlich diesen Problemen widmen wird. µ

Gegenüber der flämischen Tageszeitung De Standaard gab sie auch zu erkennen, dass sie die Aktualisierung des nuklearen Notplans der belgischen Bundesbehörden „sehnlichst erwartet“: „Es wäre gut, wenn dieser überarbeitete Plan schnell kommt. Angesichts der Vorkommnisse der vergangenen Monate muss der Fokus auch ausreichend auf die Cybersicherheit und die Robustheit der internen Systeme gelegt werden."

Aus dem Kabinett von Bundesinnenminister Jan Jambon (N-VA) verlautete dazu, dass der Update des nuklearen Notplans spätestens im kommenden Juni vorliegen werde.