Attentäter von Belgien hatten Kontakt zum IS

Die Terroristen von Brüssel und Paris hatten Kontakt zum IS in Syrien. Sie schmiedeten offenbar gemeinsam Anschlagspläne. Das geht aus einem Tonausschnitt hervor, der auf dem Computer von einem der mutmaßlichen Terroristen von Zaventem gefunden worden ist. Die französische Zeitung Libération hat diese Nachricht publiziert und sie ist unserer Redaktion inzwischen auch bestätigt worden.
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Nach den Anschlägen auf dem Flughafen fanden die Ermittler Dank des Hinweises eines Taxifahrers das Versteck der Terroristen in der Max Roosstraat im Brüsseler Stadtteil Schaarbeek.

In dieser Wohnung befanden sich Sprengstoff und Material zum Bau von Bomben. Das könnte darauf hinweisen, dass die Terroristen übereilt aufgebrochen sind, weil ihnen die Polizei auf der Spur war. In der gleichen Straße, in einem Mülleimer, wurde der Laptop von Ibrahim El Bakraou, einem der Terroristen von Zaventem, gefunden.

Dieser Computer ist für die Fahnder von großem Wert, denn darauf waren nicht nur ein Audiofragment mit dem Testament von Ibrahim El Bakraoui zu finden, sondern auch Namen von Verdächtigen, die inzwischen festgenommen worden sind. Aufgefallen ist den Fahndern in diesem Zusammenhang auch eine weitere Tonaufnahme, in der Gespräche zwischen den Terroristen hier in Brüssel und einer Person des IS in Syrien zu hören sind. Um wen es sich bei dieser Person handelt, ist nicht bekannt. Auch müssen die Fahnder noch herausfinden, wie viel und welche der Informationen auf dem Computer stimmen und welche irreführend sind.

Laut der Zeitung Libération sei in der Tonaufnahme über die Anschläge gesprochen worden - wer, wann und wo zuschlagen sollte. Das Gespräch habe zudem von möglichen Anschlagszielen in Frankreich und in Belgien gehandelt.

Mohamed Abrini, der dritte Terrorist von Zaventem sagte aus, dass das Netz erneut in Frankreich zuschlagen wollte. Wie Libération weiter schreibt, habe Abrini in diesem Zusammenhang die Fußballweltmeisterschaft, die am 10. Juni in Frankreich beginnt, genannt.

Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft auch eine Untersuchung eingeleitet, weil all diese Informationen an eine französische Zeitung durchgesickert sind.