Sonderabteilungen für radikalisierte Häftlinge

In den Haftanstalten von Hasselt (Provinz Limburg) und Ittre (Wallonisch-Brabant) sind an diesem Montag erstmals gesonderte Abteilungen für radikalisierte Häftlinge geöffnet worden.

Dort können jeweils 20 Terrorverdächtige oder veruteilte Terroristen untergebracht werden, so dass sie andere Häftlinge nicht von ihren extremen Ideen des Islams überzeugen können.

Auf diese Weise soll verhindert werden, dass die Häftlinge durch radikale Prediger beeinflusst werden. Das Gefängnispersonal hat zudem eine Zusatzausbildung für den Umgang mit solchen Häftlingen erhalten. Der Anwalt Jurgen Millen zweifelt an diesem System, insbesondere im Falle von noch nicht verurteilten Verdächtigen.

In der VRT sagte er: "Wenn man jemanden dort einschließt, bei dem die Unschuldsvermutung noch gelten sollte, dann sage ich: Halt! Der Mann oder die Frau, um die es sich handelt, sollte nicht schon in diesem System landen, bevor er oder sie verurteilt ist." 

"Auch muss einem natürlich klar sein, dass es keine Möglichkeit gibt, um dagegen in Berufung zu gehen. Man steht also vor vollendeten Tatsachen."

Der Anwalt legt deshalb eine Beschwerde beim Staatsrat gegen die Abteilung für radikalisierte Häftlinge ein.