Arbeitsminister schaltet sich in Lotsenprotest ein

Der belgische Arbeitsminister Kris Peeters versucht, die Fluglotsen, die seit dem gestrigen Dienstagabend mit Protesaktionen den Flugverkehr auf dem Brüsseler Flughafen von Zaventem behindern, zur Wiederaufnahme ihrer Arbeit zu überreden.
Aurore Belot

Das habe Priorität, so der Minister. Danach sei Zeit, herauszufinden, wie die Sozialberatungen verlaufen seien.

Dann müsse nachgegangen werden, was dort im gemeinsamen Ausschuss alles besprochen und von einer Gewerkschaft abgesegnet  wurde, aber das käme danach. Zunächst sei das Wichtigste, "dass wir dieses Problem so schnell wie möglich lösen, indem wir uns beraten und die Menschen kontaktieren. Vergangene Nacht haben zahlreiche Gespräche stattgefunden, um das Ganze soweit wie möglich zu normalisieren."

An diesem Dienstagmorgen mussten auf dem Flughafen von Zaventem rund 50 Flüge infolge der Aktionen der Fluglotsen gestrichen werden. Am gestrigen Dienstag waren es 100. Auch die Passagiere auf dem Flughafen zeigen nur wenig Verständnis für den Protest der Lotsen bei Belgocontrol.

"Verständnis? Nein. So etwas, so kurz nach den Anschlägen - damit machen wir uns im Ausland doch lächerlich", meint eine Passagierin. Es sei jedenfalls der falsche Zeitpunkt.