Am Sonntag: Marsch gegen Terror und Hass

Diesen Sonntag findet er statt, der Marsch gegen Terror und Hass und zu Ehren der Opfer der Anschläge vom 22. März in der U-Bahn Molenbeek und am Flughafen von Zaventem. Am 27. März musste die Veranstaltung in Brüssel abgesagt werden - aus Sicherheitsgründen. Doch dieses Mal ist für ausreichend Sicherheitsvorkehrungen gesorgt, die Behörden hatten Zeit zur Vorbereitung.
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Für den 27. März war eigentlich ein Sitting geplant, doch das wird am morgigen Sonntag nicht der Fall sein. Am 17. April wird ab 14 Uhr von zwei verschiedenen Orten in Brüssel aus losmarschiert, ein Protestmarsch gegen Hass und Terror. 

Versammlungsort ist zum einen der Brüsseler Nordbahnhof und zum anderen der Sint-Jan-Baptistvoorplein/Parvis Saint-Jean-Baptiste in Molenbeek.

Zahlreiche Verbände der nur allzu oft verschrieenen Gemeinde haben den Wunsch geäußert, an dem Marsch teilzunehmen. "Diese Verbände wollen beweisen, dass Molenbeek eine offene, multikulturelle Gemeinde ist", betonte einer der Veranstalter in der Zeitung La Libre Belgique an diesem Samstag.

Beide Protestmärsche treffen übrigens auf der Höhe der Antoine Dansaert Straße zusammen. Sie marschieren in Richtung Börse. Dort werden sie Blumen im Gedenken an die Opfer niederlegen. Ankunftsort ist zwischen 16 Uhr und 16.30 Uhr am Fontainas-Platz.

"Die Personenzahl ist egal, was zählt, ist das Symbolische!"

Noch könne nicht geschätzt werden, wie viele Teilnehmer am morgigen Sonntag anwesend sein würden, allerdings sei schon jetzt sicher, dass sich mehr als 150 unterschiedliche Verbände versammeln würden, heißt es in der Zeitung La Libre Belgique.

Beim letzten Marsch, der annulliert werden musste, sei man übrigens von ca. 20.000 Teilnehmern ausgegangen.

Natürlich könnte es sein, dass die Menschen noch immer Angst hätten, allerdings höre man auch viele Kommentare, die genau in die andere Richtung wiesen. Doch die Veranstalter meinen sowieso: "Ob es sich nun um 50, 500 oder 5.000 Personen handelt, ist völlig egal. Was zählt, ist das Symbolische!"

"Sicherheit über alles"

Man habe zwei Wochen der Vorbereitungen gehabt und den Marsch seither bis ins Detail durchgesprochen. Die Kontakte zu den Behörden seien sehr gut gewesen und man sei sich sicher, dass sich die Polizei die Zeit genommen habe, alles vorzubereiten und sich auf dem Laufenden zu halten.

Aus Sicherheitsgründen sind Rucksäcke und Taschen während des gesamten Marsches verboten. Auch müssten alle Teilnehmer Ausweispapiere mit sich führen. Außerdem rät die Polizei, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen und schlägt als Ankunftsort den Nordbahnhof vor und als Abfahrtspunkt nach der Veranstaltung den Südbahnhof.