Flämisches Unternehmervertrauen hat sich stabilisiert

Das Vertrauen der flämischen Unternehmer hat sich stabilisiert. Das geht aus der halbjährlichen Konjunkturumfrage der flämischen Unternehmerorganisation VOKA hervor.

"Die Ergebnisse erfüllen unsere Vorstellung der nationalen und internationalen Konjunktur", wird Stijn Decock von VOKA in der Sonntagszeitung De Zondag zitiert. "Die Erholung hält zwar an, aber von Beschleunigung kann keine Rede mehr sein."

Auf der anderen Seite habe man die Gefahr einer neuen Rezession, vor der man sich Anfang des Jahres infolge der starken Korrektur der Aktienmärkte fürchtete, abgewandt, so Decock weiter. "Wir sehen, dass Wachstumsländer wie China ein Tief hinter sich haben."

VOKA rechnet in diesem Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent in Belgien. Jetzt muss man abwarten, wie groß die Auswirkungen der terroristischen Anschläge sein werden.

Schlecht für Investitionen

Aus der Studie geht auch hervor, dass fast die Hälfte der Unternehmer im kommenden Jahr mit der gleichen Anzahl an Aufträgen rechnet wie im letzten halben Jahr. Nur gut 15 Prozent erwartet weniger Aufträge.

Ähnliche Zahlen zeigen sich bei der Erwartung hinsichtlich der Produktion.

"Die konstanten Erwartungen wirken sich allerdings negativ auf die Investitionen aus", sagt Decock. Nur 35 Prozent denke an eine kurzfristige Produktionserweiterung. Auch die Zahl der Firmen, die bereit ist, zusätzliches Personal einzustellen, sinkt: Von 32 auf 28 Prozent.

Und eine weitere auffallende Feststellung kann man aus der Studie herauslesen: Ein Drittel der Unternehmer sagt, dass es heute leichter sei, an eine Finanzierung zu kommen, als vor sechs Monaten.