Rund 50 "verdächtige Pakete" in nur drei Wochen

In den vergangenen drei Wochen sind bei der Polizei rund 50 Meldungen wegen verdächtiger Koffer, Taschen oder anderer Gegenstände eingegangen. Jedes Mal rückte der Kampfmittel-Räumdienst der belgischen Armee, DOVO, aus. Die Behörden begrüßen die Aufmerksamkeit der Bürger, warnen jedoch die Spaßvögel, die falschen Alarm auslösen.

Seit den Anschlägen von 22. März auf den Flughafen von Zaventem und die U-Bahnstation Maalbeek in Brüssel gingen bei der belgischen Polizei rund 50 Meldungen zu verdächtigen Paketen oder Gegenständen ein. In solchen Fällen rückt der Minenräumdienst der Armee aus, um die Gegenstände zu prüfen, zu entschärfen oder gar kontrolliert zur Explosion zu bringen.

Die belgischen Behörden sind zufrieden damit, dass die Bevölkerung angesichts der nicht weichenden Terrorbedrohung in unserem Land aufmerksam bleibt. Das Krisenzentrum des belgischen Innenministeriums und die Bundespolizei rufen dazu auf, wachsam zu bleiben und Verdächtiges weiter zu melden. Spaßvogel, die falschen Alarm auslösen, warnt die Polizei allerdings angesichts der angespannten Sicherheitslage, wie Peter De Waele von der Bundespolizei am Dienstagnachmittag im VRT-Radio sagte:

„Weil die Leute wachsam sind, erhielten wir in den vergangenen drei Wochen etwa 50 Meldungen von Personen, wie einen verdächtigen Koffer oder eine verdächtige Tüte oder Tasche bemerkten. Wir sind sehr zufrieden damit, dass die Leute anrufen. Sie müssen auch keine Angst davor haben, belangt zu werden, wenn sich ein Verdacht nicht bestätigt. Aber, ich will auch die Gelegenheit nutzen, Witzbolde an ihre große Verantwortung zu erinnern. Die Polizei hat derzeit wahrlich anderes zu tun, als albernen Spaßvögeln nachzugehen.“

Das bewusste Auslösen von falschem Alarm wird in Belgien mit Haftstrafen und Geldbußen geahndet. Zudem müssen die Täter für die entstandenen Kosten von solchen Einsätzen geradestehen.