Ombudsdienst für Renten warnt vor Altersarmut

Der staatliche belgische Ombudsdienst für Rentenfragen möchte einen Beitrag zum Kampf gegen Armut im Alter leisten. Nach gemeinsamen Erkenntnissen sowohl des frankophonen, als auch des flämischen Leiters dieser Behörde leben 15 % aller Belgier leben in Armut und weitere 21 % können nur schwerlich über die Runden kommen.

Der flämische Ombudsmann der Rentenbehörde Tony Van Der Steen und dessen frankophoner Amtskollege Jean-Marie Hannesse übergaben am Dienstag in Brüssel ihren Jahresbericht 2015 dem belgischen Bundesminister für Rentenangelegenheiten, Daniel Bacquelaine (MR).

Aus diesem Bericht geht z.B. hervor, dass viele Rentner gar nicht erst über die Möglichkeit eines Antrags auf staatlichen Rentenzuschuss informiert sind. Belgien garantiert alleinstehenden Senioren eine Mindestrente von 1.031 € und verheirateten Rentnern eine Mindestrente von jeweils 687 €.

Die beiden Ombudsmänner wiesen darauf hin, dass ein Antrag auf diese Unterstützung für Personen ab 65 Jahren auch mehrmals gestellt werden kann.

Es sei durchaus möglich, dass eine Person zu einem bestimmten Zeitpunkt die Bedingungen für diese Unterstützung nicht erfülle, später aber möglicherweise in eine Lage gerate, in der er davon doch profitieren könne. Dem Rentenminister empfahl der Ombudsdienst, diesbezüglich eine entsprechende Informationskampagne für die Betroffenen auf den Weg zu bringen.