Van Brempt will Gespräch mit Autoindustrie

Andere Automarken wie Volkswagen haben den Einsatz von illegaler Schummel-Software bereits zugegeben. Opel hat bislang jedoch ein solches betrügerisches Vorgehen vehement abgestritten.

Der Europäische Untersuchungsausschuss, der den Betrug untersucht, plant noch vor dem Sommer ein Gespräch mit allen Automarken, um gemeinsam eine Lösung zu finden.

Das sagte die europäische Parlamentarierin, Kathleen Van Brempt (Foto), in der VRT an diesem Donnerstag, nachdem Journalisten unseres Hauses erneut Hinweise gefunden haben, dass der deutsche Autobauer Opel mit Schadstoff-Ausstoßwerten schummelt.

Van Brempt, die für die flämischen Sozialisten (SP.A) im Europaparlament sitzt, ist die Vorsitzende des Ausschusses.

"Dann wollen wir sie zu uns bitten, denn bis dahin werden wir alle wissenschaftlichen Kenntnisse gesammelt haben. Wir haben leider nicht die Macht, um sie zu zwingen hierher zu kommen. Es geht uns wirklich nicht darum, der Autoindustrie zu schaden. Dort arbeiten unglaublich viele Menschen. Wir wollen einfach nur eine saubere Autoindustrie", so Van Brempt.

"Es ist also im Interesse aller und auch der Industrie, zu kommen und mit uns zu reden."