Raheleh Asemani tritt für Belgien in Rio an

Raheleh Asemani kommt aus dem Iran und ist Taekwondo-Kämpferin. Doch in ihrem hatte sie Probleme, denn im Rahmen eines internationalen Wettkampfs trat sie gegen eine Gegnerin aus Israel an. Und dass ist im Iran verboten. Asemani verließ ihr Land und trägt seit kurzem die belgische Staatsbürgerschaft. Jetzt nimmt sie für unser Land an den Olympischen Spielen in Rio teil.

Als Raheleh Asemani ihr Land verlassen hatte, wurde sie von mehreren europäischen Taekwondo-Föderationen umworben und eine Zeit lang sah es so aus, als würde die im Rahmen des internationalen Refugee-Teams nach Rio ziehen. Doch inzwischen bat die Iranerin in Belgien um politisches Asyl und vor einigen Tagen war es soweit. Sie erhielt ihren belgischen Pass am 13. Februar.

Jetzt will sie bei den Olympischen Spielen in der Gewichtsklasse unter 57 kg für unser Land antreten: „Belgien ist jetzt mein Land und ich bin froh, dass ich jetzt etwas zurückgeben kann. Es macht mich glücklich, dass ich Belgien bei Olympia vertreten darf und ich wäre superstolz, wenn ich für unserem Land auf dem Treppchen stehen dürfte.“ Für Rio qualifiziert hat sie sich bei einem Qualifikations-Turnier in der Türkei im Januar.

Raheleh Asemani, die derzeit bei der belgischen Post arbeitet, lebt seit vier Jahren in Belgien und arbeitet mit unseren Landsleuten in der flämischen Teakwondo-Liga zusammen. Inzwischen spricht sie auch schon recht gut Niederländisch, die Amts- und Muttersprache im belgischen Bundesland Flandern. Ihr Anspruch an Olympia liegt hoch und dass hat so seinen Grund:

„Ich gehe nach Rio, um eine Medaille zu holen, auch wenn ich dafür hart arbeiten muss. Aber, wenn man sein Bestes gibt, dann erzielt man auch das beste Resultat. Und ich will so sehr die belgische Fahne wehen sehen, wenn ich auf dem Podium stehe. Das würde mich noch mehr zufrieden stellen…!“