Anschläge harter Schlag für Belgiens Wirtschaft

Die Terroranschläge vom 22. März haben die belgische Wirtschaft schwer getroffen. Das stellt Nationalbank-Gouverneur Jan Smets (Foto), der Chef von Belgiens Zentralbank, im Interview mit der VRT-Nachrichtenredaktion fest.

Die negativen Auswirkungen der Brüsseler Anschläge seien schlimmer als in anderen europäischen Staaten, die in der Vergangenheit ebenfalls das Ziel von Anschlägen waren. Schuld sei hieran , dass auch der Brüsseler Nationalflughafen am 22. März ein Anschlagsziel war.

Die Folgen waren laut Smets bereits in den ersten vier Monaten des Jahres spürbar. Das Wirtschaftswachstum lag in diesem Zeitraum bei 0,2 Prozent. 0,1 Prozent wurden durch die Anschläge zunichte gemacht.

Auch in den kommenden Monaten werden die Negativfolgen der Anschläge auf die belgische Wirtschaft noch spürbar sein. Unklar ist zur Zeit noch welche Langzeitfolgen die Anschläge für den belgischen Export und Tourismus haben werden.

Der Zentralbankchef sieht auch in der Flüchtlingskrise und dem Brexit mögliche negative Auswirkungen auf die belgische Wirtschaftsentwicklung. Deshalb sei es von größter Bedeutung in strukturelles Wachstum und Arbeitsplatzschaffung zu investieren.