Keramik aus Flandern und den Niederlanden

Das Grassi-Museum Leipzig zeigt schon seit dem 16. April Keramik aus Flandern und den Niederlanden von einst und jetzt. Die Niederlande und die Region Flandern sind Ehrengast der diesjährigen Buchmesse in Frankfurt/Main. Diesem Umstand und natürlich auch den umfangreichen hauseigenen Beständen hat das Grassi-Museum jetzt diese Ausstellung zu verdanken.

Präsentiert werden noch bis zum 16. Oktober rund 250 flämische und niederländische Kunstobjekte aus den Sammlungen des Museums: Von den berühmten kobaltblau bemalten Fayencen der Delfter Manufakturen des 17. und 18. Jahrhunderts bis hin zu zeitgenössischen Keramik-, Glas-, Metall- und Schmuckarbeiten. Einen Großteil der Exponate erhielt das Museum in den vergangenen Jahren als Schenkung.

Gezeigt werden auch Arbeiten von 29 niederländischen und 12 flämischen zeitgenössischen Künstlern und die schlagen einen Bogen vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Keramik-, Glas-, Metall- und Schmuckarbeiten werden hin den Schauvitrinen der Säulen nobel präsentiert und entfalten dort ihren stillen Glanz.

Flandern war Ausgangs- und Endpunkt für die Flotte der Vereinigten Niederländisch-Ostindischen Kompanie, die das begehrte chinesische und japanische Porzellan nach Europa brachte – mit allen Neben- und Fernwirkungen für die hiesige Weltgegend und den Ehrgeiz zur Nachahmung.

Die niederländische Autorin Bregje Hofstede (*1988) und die aus Flandern stammende Autorin Annelies Verbeke (*1976) bereichern die Ausstellung mit jeweils einem literarischen Text, die als Erstveröffentlichungen im Ausstellungsflyer erscheinen.