Brüssels Geschäfte büßten 15 % Umsatz ein

Die Brüsseler Non-Food-Geschäfte müssen einen Umsatzverlust um 15 % im ersten Quartal des laufenden Jahres hinnehmen. Im Stadtzentrum ist dieser Umsatzrückgang noch deutlicher zu spüren. Hier verloren die Modeläden und die Elektrogeschäfte bis zu 30 % Umsatz, wie der Einzelhandelsverband Comeos dazu meldet.
BELGA

Dieser Umsatzrückgang ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Nach den Anschlägen von Paris am 13. November 2015 geriet Brüssel als vermeintliche Brutstätte des Terrors international in ein schlechtes Licht. Der anschließende „Lockdown“ hielt ebenfalls davon ab, nach Brüssel zu kommen.

Dann kamen die hausgemachten Verkehrsprobleme in der belgischen Hauptstadt hinzu. Das war zum einen die teilweise improvisierte Umwandlung weiter Teile der Innenstadt in eine Fußgängerzone und zum anderen die Sperrung gleich mehrerer Innenstadttunnel für jeglichen Verkehr nach Schäden in deren Betonstruktur.

Nicht zuletzt warfen die Terroranschläge vom 22. März Brüssel in ein schlechtes Licht. Dominique Michel vom Einzelhandelsverband Comeos spricht von einer schlechten Zeit für die Geschäftswelt: „Die Lage im Handel, insbesondere im Bereich Non-Food, ist sehr schlecht. Brüssel hat mehr als nur ein Problem. Das wird zu einer Herausforderung für das ganze Land, denn Brüssel zieht den Rest des Landes mit.“

Wie genau die Auswirkungen der Anschläge vom 22. März konkret aussehen werden, möchte der Verband Comeos noch nicht spezifizieren. Man wolle noch keine Zahlen veröffentlichen, weil die Lage nach den Attentaten schon jetzt sehr schwierig sei, heißt es dazu. Comeos bezifferte den Schaden, den der „Lockdown“ am Jahresende mit sich brachte, alleine in Brüssel wirtschaftlich mit 100 Mio. €.