Reynders: "Belgien muss IS in Syrien angreifen"

Im Rahmen seines Besuchs bei der belgischen Luftwaffeneinheit, die von Jordanien aus IS-Stellungen im Irak bombardieren, sagte Bundesaußenminister Didier Reynders (MR - Foto), dass diese Angriffe auch auf Ziele in Syrien ausgeweitet werden sollten. Entsprechende Beschlüsse müssten aber erst noch die parlamentarischen Instanzen durchlaufen.

Außenminister Reynders befindet sich in diesen Tagen in Jordanien, wo er die belgischen Luftwaffensoldaten besucht, die von dort aus mit ihrem F-16-Kampfbombern IS-Stellungen im Irak bombardieren. Belgien übernimmt diesen Auftrag im Turnus mit der niederländischen Luftwaffe. Ab dem 1. Juli werden wieder belgische Maschinen, die der niederländischen Kameraden ersetzen

Reynders forderte in diesem Zusammenhang, dass Belgien seine Angriffe auch auf Ziele in Syrien ausweiten solle. Damit schließt er sich Diskussionen an, die derzeit in den Niederlanden vehement geführt werden.

In unserem Nachbarland wächst die Kritik an der Tatsache, dass deren F-16er ebenfalls nur über dem Irak zum Einsatz kommen dürfen.

Einem Beschluss, den belgischen Irak-Einsatz mit eventuell zusätzlichen Maschinen auch auf Syrien auszuweiten, müsste das belgische Bundesparlament seine Zustimmung geben.

Allerdings findet die Idee des Außenministers nicht überall Zustimmung. Kritiker werfen solchen Vorhaben vor, dass Bomben selten zur Lösung von Konflikten beitragen…