Entenfamilie totgefahren: Anzeige wegen Zufügung eines Traumas

Die Großeltern, die zusammen mit ihrem Enkelkind und zwei anderen Kleinkindern mit ansehen mussten, wie eine Entenmutter und ihre 12 Küken absichtlich überfahren wurden, haben Anzeige erstattet.
AP2008

Die Großeltern, deren Sohn, Schwiegertochter und Enkelkind, sowie eine Freundin und ihre zwei Kinder, hatten einen Tag im Freizeitpark Plopsaland verbracht und befanden sich auf dem Heimweg ins westflämische Koekelare.

Auf der E40 Richtung Middelkerke musste die Familie, wie fünf andere Fahrzeuge, bremsen, um eine Entenmutter mit ihren 12 Küken vorbeitrippeln zu lassen.

Echte Tierfreunde

Auf der linken Fahrbahn jedoch tauchte ein Wagen auf, dessen Fahrer statt zu bremsen, auf das Gaspedal drückte. Er mähte die gesamte Entenfamilie vor den Augen der vier- und zehnjährigen Kinder nieder. Dann zeigte der Autofahrer den Wartenden seinen Stinkefinger; seine Begleiterin winkte aus dem Fenster.

'Es war ein ganz junger Fahrer. Er hat es auf jedenfall absichtlich getan. Wir sind echte Tierfreunde und möchten nicht, dass so etwas passiert.

Die Kinder seien traumatisiert und würden über nichts anderes mehr reden, sagte die Großmutter dem regionalen Radiosender 2 West-Vlaanderen.

Noch im Schock haben die Großeltern noch am gleichen Tag Anzeige bei der Polizei erstattet. Anhand der genauen Beschreibung und des Kfz-Kennzeichens konnte der Täter ermittelt werden. Ihm droht eine Strafe.