Weyts will Schächtung komplett verbieten

Der flämische Tierschutzminister Ben Weyts (N-VA) will das Verbot, Tiere lebendig zu schlachten, in die folgende Regierungserklärung aufnehmen. Damit reagierte der Minister auf die Brüsseler Initiative mobile Schlachtcontainer für das nächste muslimische Opferfest im September aufzustellen.

Die Region Brüssel-Hauptstadt will im September vier mobile Schlachtcontainer (in den Gemeinden Anderlecht, Schaarbeek, Molenbeek und Brüssel) aufstellen, um die rituelle Schlachtung der Schafe für das Opferfest auffangen zu können.

 

Die Brüsseler Staatssekretärin Bianca Debaets (CD&V) konnte diese Lösung mit den muslimischen Vereinigungen aushandeln. Aber auch Debaets will allmählich und im Dialog mit den Interessierten zu einer definitiven Abschaffung der rituellen Schlachtungen. Die Container-Lösung ist eine Zwischenlösung, um die muslimischen und jüdischen Vereinigungen nicht vor den Kopf zu stoßen.

Staatssekretär Ben Weyts von den flämischen  Nationalisten glaubt nicht mehr an einen Dialog mit den religiösen Gemeinschaften. Er will das vollständige Verbot ritueller Schächtungen in die folgende Regierungserklärung aufnehmen lassen. Wenn dies nicht der Fall wäre, würde die N-VA auf eine Regierungsteilnahme verzichten.