Flandern erkennt weitere Regionalprodukte an

Kopffleisch aus Dendermonde, Schmalz aus dem Pajottenland und zwei Kaffeesorten aus Boortmeerbeek sind die drei Produkte, die das Flämische Zentrum für Landwirtschafts- und Fischereimarketing (VLAM) ihrer Liste von geschützten Regionalprodukten hinzufügt. Damit liegt die Zahl der regional geschützten Erzeugnisse aus diesen Bereichen im belgischen Bundesland Flandern bei 197.

Kopffleisch aus Dendermonde in Ostflandern aus der dortigen Schlachterei Batselier ist nach Ansicht des Flämischen Zentrums für Landwirtschafts- und Fischereimarketing eines der traditionsreichsten Fleischprodukte aus Flandern. Die Schlachterei Batselier gehört zudem zur für ihre außerordentlichen Qualitätsansprüche bekannten Gilde der „Keurslagers“.

Seit 1967 wird bei ROM in Boortmeerbeek bei Löwen in der Provinz Flämisch-Brabant Kaffee geröstet. Damals begann Maria Rom mit einen kleinen Kaffeeröster, der gerade mal 10 kg Kaffeebohnen auf einmal verarbeiten konnte. Das VLAM stellt zwei Mischungen von ROM jetzt unter regionalem Produktschutz und zwar die Sorten „Caramba“ und „MokaDessert“.

Das dritte neue Regionalprodukte in dieser Reihe ist der berühmte Schmalz aus dem Pajottenland (Foto oben) am westlichen grünen Rand von Brüssel, das ebenfalls zur Provinz Flämisch-Brabant gehört. Dieser „Schmalz aus dem Pajottenland“ muss aus der Metzgerei Gaston und Wim Wauters aus Sint-Pieters-Leeuw kommen, denn nur dort wird er mit der besonderen und einzigartigen Würzmischung versehen, die aus ihm ein traditionsreiches Regionalprodukt macht.

AP2009

Fast 200 flämische Regionalprodukte

Unter Hinzufügung dieser drei Produkte steigt die Zahl der geschützten Regionalprodukte aus dem belgischen Bundesland Flandern auf 197 Erzeugnisse: 59 aus Ostflandern, 39 aus Flämisch-Brabant, 45 aus der Provinz Antwerpen, 34 aus Westflandern, 19 aus Limburg und immerhin eines aus Brüssel.

Das Flämische Zentrum für Landwirtschafts- und Fischereimarketing (VLAM) ruft die Hersteller von besonderen Lebensmitteln aus dem Land dazu auf, sich ebenfalls mit ihren Erzeugnissen zu bewerben, um vielleicht auch in diese mittlerweile äußerst werbeträchtige Liste der geschützten Regionalprodukte aufgenommen zu werden.