Nordseestrände: Kein Bußgeld, kein Rauchverbot

Am Mittwochmorgen trafen sich die Bürgermeister der Küstenbadeorte zu einem ihrer regelmäßigen Treffen. Dabei standen zwei Themen im Vordergrund, die in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen gesorgt hatten: Verwaltungsstrafen für Schwimmer an unbewachten Strandabschnitten und ein Rauchverbot am Strand. Beides wurde abgelehnt.

Vor einigen Tagen hatte Westflanderns Provinzgouverneur Carl Decaluwé die Küstenbürgermeister dazu aufgerufen, kommunale Verwaltungsstrafen für Badegäste auszuschreiben, die an Strandabschnitten ohne Bademeister oder Rettungsschwimmer schwimmen gehen. Darauf wollen sich die Bürgermeister nicht einlassen.

Steve Vandenberghe (SP.A), der Bürgermeister von Bredene, gab zwei Gründe dafür an: „Zum einen können wir nicht jedem Badegast einen Polizisten oder einen kommunalen Beamten zur Seite stellen und zum anderen wollen wir auch nicht unsere Touristen verjagen.“

Allerdings gehen die Küstengemeinden seht wohl auf den Vorschlag ein, die Badegäste auf die Gefahren an unbeaufsichtigten Strandabschnitten über Infokampagnen hinzuweisen (Unkosten für die Rettung, Gefahren von Strömungen).

Auch zu einem allgemeinen Rauchverbot an den hiesigen Nordseestränden wird es wohl nicht kommen. Leopold Lippens, (Open VLD), Bürgermeister von Knokke-Heist, gab an, man wolle die Touristen nicht bevormunden und lasse ihnen weiter alle Freiheiten.

Marc Vanden Bussche (Open VLD), der Bürgermeister von Koksijde, gab allerdings an, dass man sich auf Aktionen gegen Zigarettenkippen am Strand geeinigt habe: „Wir, die 10 Bürgermeister der Küstenbadeorte und der Provinzgouverneur, werden eine Aktion ausarbeiten, die für eine Sensibilisierung der Badegäste in Sachen Abfallvermeidung sorgen soll. Wir sorgen auch für recycelbare Getränkebecher an den Strandbars und bei Events an der Küste und für größere Aschenbecher, damit alles etwas sauberer werden kann.“