Zuviel Plastikmüll an Flanderns Nordseestränden

Die Strände an der belgischen Nordseeküste und auch die Wasserläufe im belgischen Bundesland Flandern enthalten zu viel Plastikabfall. Dabei handelt es sich nach einer Studie der Universität Gent in erster Linie um so genannte „Microplastics“, klitzekleine Plastikteilchen, die vor allem schädlich für Fische und für Wasservögel sind.

Verantwortlich für dieses hohe Aufkommen an Plastikabfällen an unseren Stränden und Wasserläufen sind sowohl die Privathaushalte, als auch die Industrie. Eine Studie der UGent belegt jetzt wissenschaftlich, dass die großen Mengen an Plastikmüll, die täglich in unsere Flüsse, Kanäle und Bäche gelangen, im Laufe der Zeit auch die hiesige Nordseeküste und deren Strände erreichen.

Die größten Schädlinge in dieser Hinsicht sind mikroskopisch kleine Plastikteilchen, die nicht größer als 1 Millimeter sind. Diese Überbleibsel von Verpackungen aller Art oder Bestandteile von Reinigungs- oder Kosmetikprodukten sind biologisch nicht abbaubar und bleiben demnach in der Umwelt. Gerade in Belgien ist dies ein Problem, weil hier vieles derartiges durch die Kläranlagen entwischt.

In den Niederlanden oder auch in Russland werden bis zu 90 % aller „Microplastics“ von den Kläranlagen aufgehalten und Deutschland schafft sogar eine Filterung von 97 % dieser Abfälle. Belgien hängt hier nach einer Meldung der flämischen Tageszeitung De Standaard deutlich hinterher. Und letztendlich sind die Menschen wieder die Leidtragenden: Diese Plastikteilchen werden im Wasser von Fischen, Vögeln und anderen Tieren aufgenommen und geraden somit über die Nahrungsmittelkette bei uns auf dem Teller.