Belgien: Banken müssen mehr abführen als früher

Die Steuern, die Banken künftig abführen müssen, werden vereinfacht: Eine einzige Bankensteuer soll vier bereits existierende Abgaben ersetzen.

Die Bankensteuer wird auf der Grundlage der Schulden berechnet, die die Banken bei ihren Kunden haben. Das sind also vor allem die Beträge, die auf Girokonten und Sparkonten stehen.

Großbanken werden somit mehr Steuern zahlen müssen als kleine Banken. Insgesamt werden alle Finanzhäuser zusammen 805 Millionen Euro im Jahr an Steuern bezahlen müssen. Das sind 55 Millionen mehr als früher.

Der belgische Finanzminister Johan Van Overtveldt (N-VA) (kleines Foto im Text) betonte am Freitag im VRT-Fernsehen hierzu: "Die Banken werden mehr bezahlen müssen. Ich denke, dass das im Rahmen der Steuergerechtigkeit vertretbar, vielleicht sogar nötig, ist."

"Diese Steuer wird dazu benutzt oder hilft dabei, die Taxshift zu finanzieren, das heißt, die Senkung der Arbeitskosten. Ich denke, dass es logisch ist, dass dieser Sektor auch einen Beitrag leisten muss."

Febelfin, der Verband des Finanzsektors in Belgien, warnt davor, dass sich die veränderte und erhöhte Bankensteuer auf den Sektor auswirken werde.

Finanzminister Johan Van Overtveldt will, dass die Steuer dem Staat mehr einbringt, aber Febelfin bangt um die Gesundheit der Banken und die Beschäftigung.