Belgische Kampfflugzeuge fliegen Syrieneinsatz

Ab Juli werden sechs belgische Kampfflugzeuge über Syrien Einsätze fliegen. Das hat die Regierungsspitze entschieden. Der Einsatz sei "so sicher wie derjenige über dem Irak", betonte der belgische Verteidigungsminister Vandeput.

Belgien wird helfen, Stellungen der Terrorgruppe IS in Syrien zu bombardieren. Das hat die Regierungsspitze an diesem Freitag bekannt gegeben. Dem belgischen Verteidigungsminister Steven Vandeput (flämische Regionalisten N-VA) zufolge kämen sechs belgische F-16 zu diesem Zweck zum Einsatz.

Letzte Woche hatte Minister Vandeput bereits angekündigt, dass ein Einsatz der belgischen F-16 möglich sei. Jetzt ist es also offiziell: Belgien nimmt am Krieg gegen den IS in Syrien gemeinsam mit der internationalen Koalition unter Führung der Vereinigten Staaten teil.

Im Oktober 2014 hatte Belgien bereits Stellungen des IS im Irak bombardiert. Die belgischen Kampfflugzeuge flogen die Einsätze damals vom Luftstützpunkt in Jordanien aus. Jetzt wird die belgische Luftwaffe also auch den IS in Syrien bombardieren.

Sicherheit muss gewährleistet sein

Ende Juli lösen die belgischen F-16 für 12 Monate die Niederländer ab. Mit ihnen hatte die belgische Armee ein Rotatsionssystem vereinbart. Die belgischen F-16 Kampfflugzeuge sind die gleichen Maschinen wie die niederländischen. Der belgische Einsatz werde deshalb genauen Vereinbarungen folgen. Die Sicherheit gehe über alles, so Vandeput: "Es muss sicher sein, sonst nehmen wir nicht daran teil."

"Es ist so sicher wie der Einsatz über dem Irak" fügte er noch hinzu.

Wie oft die F-16 zum Einsatz kommen werden, ist noch nicht deutlich, denn die niederländischen Kampfflugzeuge kamen nur selten zum Einsatz, weil ihnen die nötigen Kommunikationsapparaturen an Bord fehlten. Sie können nur über Funk kommunizieren, während dies idealerweise über Satellit erfolgen sollte.

Der Entschluss zum Einsatz belgischer F-16 über Syrien ist auch infolge der Anschläge vom 22. März in Brüssel erfolgt. Man müsse den IS dort bekämpfen, wo er sich befindet, ist der Verteidigungsminister überzeugt.