Fehlerhafter Stahl in belgischen Atomkraftwerken?

Die belgische Atomaufsichtsbehörde FANC lässt untersuchen, ob in belgischen Atomkraftwerken Stahl benutzt wurde, der nicht den Normen entspricht. Das schreibt die Zeitung De Tijd.

In Frankreich ist der frühere Betrug eines Stahlproduzenten bei der Qualitätskontrolle ans Licht gekommen. Es handelt sich um Creusot-Frabriken, die von einem Unternehmen übernommen wurden, das Kernkraftwerke baut. 

Creusot erstellte offenbar Protokolle von Qualitätskontrollen in zwei verschiedenen Ausfertigungen: Eine offizielle für den Kunden und eine interne, in der mögliche Unregelmäßigkeiten aufgelistet wurden. 

Nele Scheerlinck von der FANC sagte in der VRT an diesem Samstag hierzu: "Das bedeutet, dass möglicherweise Qualitätsprobleme oder Fehler in diesen Bauteilen sind, die in den Qualitätsberichten nicht vermeldet sind und von denen an offizieller Stelle niemand weiß."

Im Betrieb selbst hätten sie dies jedoch schon gewusst, so Scheerlinck und bewusst die Information über Fehler und Qualitätsprobleme verschwiegen.

"Wir wissen nicht sicher, ob es sich um große Probleme handelt. Vorläufig ist noch kein ernstes Problem aufgetreten, aber das muss sehr gründlich untersucht werden."

Creusot hat auch Stahl an Engie Electrabel geliefert. Die FANC will deshalb eine Klarstellung von Seiten der Kraftwerksbetreiber.