60 Soldaten vom Militärgeheimdienst überwacht

Rund 60 Soldaten der belgischen Armee, die Anzeichen von Radikalisierung zeigen, werden vom Militärgeheimdienst beobachtet. Das hat der belgsiche Verteidigungsminister Steven Vandeput bestätigt.

Es handelt sich hierbei nicht um 60 radikalisierte Soldaten, sondern um Soldaten, die sich auffällig verhalten oder sich auffällig zu etwas geäußert haben, so dass der Verdacht einer Radikalisierung aufgekommen ist.

Vor einem Jahr haben die Befehlshaber allesamt einen Kurs belegt, in dem erklärt wurde, welches die Anzeichen von Radikalisierung sind. Die Befehlshaber haben danach versucht, herauszufinden, wer in ihrer Einheit Anzeichen von Radikalisierung zeigt. Nach einem Gespräch mit einigen Soldaten, die offenbar Auffälligkeiten zeigten, wurde je nach Gefahrenpotenzial entschieden, bestimmte Personen weiter unter Beobachtung zu stellen.

Auf die Frage, warum solche Personen nicht sofort entlassen wüden, antwortete der Verteidigungsminister im VRT-Radio: "Zu unseren westlichen Werten gehört ja gerade die freie Meinungsäußerung, egal wie schrecklich diese Meinung ist. Allein auf der Grundlage einiger Gedanken dürfen wir niemanden entlassen."

Die 60 Personen, die unter Beobachtung stehen, dürfen allerdings weder im In- noch im Ausland bei bewaffneten Operationen eingesetzt werden. Das bestätigte der Minister auch noch.

LEFEVRE