Auf Werbetrip für Rubens, Bruegel und Van Eyck

Ab 2018 wird Flandern drei Jahre lang flämische Meisterwerke in den Mittelpunkt stellen. Rubens, Bruegel und Van Eyck, aber auch andere Maler und Kunstformen werden hervorgehoben. Die flämischen Minister für Tourismus und Kultur, Ben Weyts (N-VA) und Sven Gatz (Open VLD), machten am heutigen Montag einen City-Trip nach London, um das Projekt vorzustellen und für eine Zusammenarbeit zu werben.

Nach den großen Gedenkveranstaltungen in Zusammenhang mit dem1. Weltkrieg will Flandern 2018, 2019 und 2020 auf die Kunst der bekanntesten flämischen Werke setzen. "Die flämischen Künstler genießen schon seit dem Mittelalter internationale Bewunderung mit ihrem Können, ihrer Kreativität und ihren technischen Innovationen. Sie fuhren in die ganze Welt hinaus und waren damals die besten Botschafter der flämischen Kultur und ihre Werke sind das heute noch", lautet die Begründung.

Ausgangspunkt des Projekts zu den flämischen Kunstwerken ist die Malerei und das Oeuvre der Maler aus dem 15., 16. und 17. Jahrhundert. Der Mittelpunkt wird vor allem auf den Künstlern liegen, die im Ausland den höchsten Bekanntheitsgrad haben. Dazu gehören Pieter Paul Rubens, Pieter Bruegel der Ältere und Van Eyck. Ziel ist, das Projekt möglichst auch für andere Kunstformen und Künstler zu öffnen. Das Projekt soll Besuchern zudem Lust auf die zeitgenössische Kunst, Comics und die Gastronomie machen.

Weyts und Gatz legten in London unter anderem einen Zwischenstopp in der National Gallery ein. Dort hängen neben einigen Werken von Bruegel und Van Eyck auch dreißig Gemälde von Rubens. Danach trafen sie im Trinity House mehrere Vertreter verschiedener Kultureinrichtungen, um mit ihnen über eine mögliche Zusammenarbeit zu sprechen.

Eine Studie vom flämischen Tourismusamt, die in 17 Ländern durchgeführt wurde, hat übrigens ergeben, dass Pieter Paul Rubens der bekannteste flämische Maler ist.