Steuerfahndung: Regional unterschiedliche Resultate

Die Sondereinheiten der belgischen Steuerfahndung (BBI) haben im laufenden Jahr bereits 228 Mio. € an Einnahmen durch den Kampf gegen Steuerbetrug und -hinterziehung verbuchen können. Auffallend dabei ist allerdings, dass die Resultate auf Landes- und Regionalebene deutliche Unterschiede aufweisen.

Im gesamten vergangenen Jahr hat die BBI belgienweit rund 220 Mio. € an hinterzogenen Steuergeldern aufgedeckt und einnehmen können. Doch dieses Jahr deutet sich in dieser Hinsicht ein Rekord an, denn schon jetzt steht der Zähler bei 228 Mio. €. Auffallend ist hierbei jedoch, dass hierbei deutliche Unterschiede auf Ebene der belgischen Länder und Regionen vorliegen.

Die Steuerfahnder im belgischen Bundesland Flandern haben rund 60 % dieses Betrages aufgedeckt, ihre wallonischen Kollegen jedoch noch weniger als 6 %. Den Rest der Gesamtsumme entfällt auf die BBI-Fahnder aus der Region Brüssel-Hauptstadt.

Bundesfinanzminister Johan Van Overtveldt (N-VA) sagte dazu am Dienstag gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion, dass dies nicht nur auf die schwächere wirtschaftliche Tragweite Walloniens zurückzuführen sei:

„Dies äußert sich in diesen Zahlen natürlich auch, doch es spricht für sich, dass wir auf Basis dieser Ergebnisse Gespräche über die regionalen Unterschiede mit der Steuerfahndung führen müssen. Dies ist zu frappant, um einfach so zur Tagesordnung übergehen zu können. Bei einigen BBI-Direktionen muss in der Tat ein Zahl in Sachen Steuerfahndung zugelegt werden.“