Die Belgier wollen dieses Jahr weniger verreisen

Nur 47 % der Belgier geben an, in diesem Jahr in Urlaub fahren zu wollen. Das ist ein Rückgang um 10 % gegenüber dem vergangenen Jahr. Diese Feststellung machte die Versicherungsgesellschaft Europ Assistance in einer Umfrage, die nach den Anschlägen in Brüssel vom 22. März durchgeführt wurde. Deutschland (Foto) gehört neuerdings zu den beliebtesten Reisezielen der Belgier.

Europ Assistance führte kurz nach den Selbstmordattentaten vom 22. März auf den belgischen Nationalflughafen von Zaventem und einen U-Bahn-Zug in der Brüsseler Metrostation Maalbeek eine telefonische Umfrage zu den Urlaubsplänen von 3.500 europäischen Haushalten durch. Dabei fand die Reise-Beistandsgesellschaft heraus, dass nur 47 % der Belgier in Urlaub fahren wollen.

Allerdings wurde bei der Umfrage deutlich, dass die Anschläge auf Brüssel (und auf Paris im November 2015) die Urlaubspläne der Belgier nicht wirklich wesentlich beeinflussen. 88 % der belgischen Urlauber zieht es zu Zielen innerhalb Europas. Das entspricht einem Anstieg um 10 % gegenüber dem Vorjahr. Nach Ansicht von Europ Assistance machen sich die Belgier eher ein wenig Sorgen vor Anschlägen außerhalb Europas.

Die von unseren Landleuten favorisierten Urlaubsbestimmung sind und bleiben Frankreich (27 %), Spanien (17 %) und Italien (11 %), also klassische europäische Ferienziele. 9 % der Belgier bleiben im eigenen Land. Mit den Niederlanden (6 %) und Deutschland (5 %) kommen zwei "Neulinge" in die Top 6 der Urlaubsziele der Belgier.

Als „Risikogebiete“ empfinden die Belgier bei ihren Urlaubsplanungen offenbar aus Gründen der Flüchtlingsproblematik und der Angst vor Anschlägen Länder, wie die Türkei oder Ziele in Nordafrika (z.B. Ägypten, Tunesien) und im Nahen Osten (z.B. Israel, Jordanien).

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