Goos-Angreifer bat vorher selbst um Einweisung

Der 26 Jahre alte psychisch gestörte Mann, der am Sonntag die flämische Triathletin Sofie Goos (Archivfoto) beim Training niedergestochen hat, wollte in der vergangenen Woche selbst in die psychiatrische Anstalt von Zoersel (Provinz Antwerpen) eingewiesen werden. Er fand jedoch dort keine Aufnahme, weil er keinen Einweisungsbefehl vorlegen konnte, wie einige Tageszeitungen am Mittwoch meldeten.
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Nach Angaben des Anwalts des 26jährigen wurde dieser in Zoersel abgewiesen, weil er keinen Gerichtsbeschluss vorweisen konnte, der eine offizielle Einweisung in die psychiatrische Anstalt anordnete. Auch nach dem der Mann vor der Anstalt randalierte und die Polizei eingreifen musste, fand er keinen Einlass und wurde wieder nach Hause geschickt.

Die Tatsache, dass ein psychisch Gestörter um Hilfe ruft und selber eine Einweisung in eine Anstalt fordert, sorgt in Flandern für Schlagzeilen und die Tatsache, dass der Mann, der sich selbst als andere gefährdend bezeichnet, abgewiesen wurde, bringt Diskussionen mit sich.

Inzwischen bleibt die am Sonntag mit Messerstichen verletzte Sportlerin Sofie Goos weiter auf der Intensivstation der Stuivenberg-Klinik in Antwerpen. Sie wurde von den Messerstichen unter anderem an einer Niere verletzt. Nach Angaben der behandelnden Ärzte verläuft die Genesung eher langsam, doch der Zustand der Triathletin sei stabil.