Kulturelle Einrichtungen vom Sparen freigestellt

Die Münz-Oper in Brüssel (Foto), das Brüsseler Bozar und das Belgische Nationalorchester, drei föderale belgische Kultureinrichtungen, werden bis 2019 von den Sparmaßnahmen der Bundesregierung freigestellt. Darauf konnten sich die Direktionen dieser Einrichtungen mit Vize-Premierminister Didier Reynders (MR) einigen.

Seit 2014, so steht im Koalitionsabkommen der belgischen Mitte-Rechts-Regierung festgeschrieben, müssen alle föderalen Einrichtungen des Landes 2 % einsparen. Doch davon werden jetzt drei wichtige kulturelle Einrichtungen mit internationaler Ausstrahlung ausgenommen. Das bedeutet, dass diese Einrichtungen bis 2019 weder im Bereich Funktionskosten, noch beim Personal oder bei inhaltlichen Konzepten sparen müssen.

Darauf einigten sich die Direktoren der Münz-Oper im Brüsseler Stadtzentrum, des Kulturtempels Bozar (kl. Foto) am Kunstberg in Brüssel und des Belgischen Nationalorchesters im Rahmen eines neuen Geschäftsführungs-Vertrags mit der Bundesregierung. Begründet wird dies mit der Tatsache, dass die genannten Kulturakteure höchsten künstlerischen Ansprüchen entsprechen und damit belgien- und europaweit enorme Ausstrahlung haben.

Vize-Premier und Außenminister Didier Reynders (MR), der auch für die föderalen kulturellen Belange zuständig ist, umschrieb den Vorgang folgendermaßen: „Dies ist die beste Garantie für eine positive und nachhaltige Entwicklung der künstlerischen Welt.“ Ursprünglich war geplant, den drei Einrichtungen die Hälfte der Einsparungen zu erlassen, doch jetzt wurden sie tatsächlich gänzlich davon befreit.