Rekonstruktion der Anschläge vom 22. März

Am Donnerstagnachmittag begannen in der Max Roosstraat im Brüsseler Stadtteil Schaarbeek (Foto) die Rekonstruktionen der Ereignisse um die Bombenanschläge des 22. März. An der Nachstellung der Vorgänge wirkt auch Mohamed Abrini mit, der so genannte „Mann mit Hut“, der der einzige überlebende der Attentate von Zaventem und Brüssel ist.
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Mohamed Abrini (kl. Foto) arbeitet offenbar an den Rekonstruktionen bzw. an der Nachstellung der Ereignisse vor und während den Anschlägen mit. In Schaarbeek soll nachvollzogen werden, wie die Attentäter auf dem Weg von ihren Safehouse zum Brussels Airport in Zaventem kamen. Dies geschah, wie schon bekannt, mit einem Taxi, dass den mutmaßlichen Attentätern für ihr Gepäck - sprengstoffgefüllte Reisetaschen - zu klein war.

Noch am Donnerstagabend soll es auch zu einer Rekonstruktion in der dann leeren Abflughalle am Flughafen in Zaventem kommen. Dies geschieht aber erst dann, wenn die letzten Maschinen des Tages abgeflogen bzw. gelandet sind. Auch hier soll Abrini zeigen, wie er und die beiden anderen mutmaßlichen Terroristen Ibrahim El Bakraoui und Najim Lachraaoui vorgegangen sind, bevor die Bomben gezündet wurden.

Zu einem späteren Zeitpunkt sollen der Weg, den Abrini zwischen Zaventem und der Brüsseler Innenstadt zurückgelegt hat, nachvollzogen werden und die Ausführung des Bombenanschlags auf einen U-Bahnzug in der Metrostation Maalbeek. Hier war Khalid El Bakraoui der Selbstmordattentäter. Osama Krayem, der zweite Terrorist des Metroanschlags, verließ El Bakraoui bekanntlich schon in der Haltestelle Pétillon und begab sich gar nicht erst in den später explodierten U-Bahnwaggon.

Bei den Anschlägen auf die Abflughalle des Flughafens von Zaventem und auf die U-Bahn in Maalbeek waren am 22. März 32 Menschen ums Leben gekommen.