iPolice: Belgiens Polizei wird endlich digital

Bundesinnenminister Jan Jambon (N-VA) und sein Kollege, Bundesminister für die digitale Agenda, Alexander De Croo (Open VLD), investieren rund 100 Mio. € in die weitere Digitalisierung der belgischen Polizei. Das neue, iPolice genannte System soll allen Polizeieinheiten im Land dabei helfen, jedwede Information aus den Ermittlungs-Datenbanken erreichen zu können.

Das neue System iPolice soll allen Polizeieinheiten und -korps Zugriff auf alle Datenbanken bieten. Daneben sorgt das System für eine Vereinfachung der Ermittlungen, weil es automatisch Verbindungen und Links zwischen verschiedenen Straftaten, Fakten und Indizien legen wird, ohne dass die jeweiligen Ermittler oder Beamten spezifisch danach suchen müssen.

Innenminister Jambon sagte dazu gegenüber der VRT-Nachrichtenagentur, dass zum Beispiel Angaben zu Bußgeldern aus dem ganzen Land bestimmte Informationen zu Verdächtigen liefern könnten: „Man kann zum Beispiel aus der Menge an Protokollen, Strafverfahren oder Ermittlungen überall im Land bestimmte Muster erkennen und daraus schließen, dass die gleichen Kriminalitätsphänomene hier und da vorkommen. Das könnte zum Beispiel Hinweise auf organisierte Banden hinweisen. So könnten Ergebnisse zutage gefördert werden.“

Das iPolice-System soll überdies die Arbeit der Polizeibeamten erleichtern, in dem es eine große Menge an Verwaltungsaufgaben einspart. Dies wiederum soll auch dazu führen, dass im Laufe von Ermittlungen weniger menschliche Fehler begangen werden und damit die Zahl der Ermittlungen erschwerenden juristischen Formfehler einschränken.