Fahrgastrückgang im Brüsseler Nahverkehr

Auch zwei Monate nach dem Selbstmordattentat auf einen U-Bahnzug in der Metrostation Maalbeek hat die regionale Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft noch mit einem Rückgang der Fahrgastzahlen zu kämpfen. Die Reisenden kommen nur langsam zu den Bussen und Bahnen der MIVB/STIB zurück. Das sorgt natürlich auch für einen Umsatzrückgang bei der Gesellschaft.
© Reporters / Michel Gouverneur

Seit dem Anschlag am 22. März hat die Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft MIVB/STIB rund 2,3 Mio. € weniger Einkommen generieren können, als im gleichen Vorjahreszeitraum. Seit dem Attentat ging die Zahl der Fahrgäste um 18 % zurück.

Das sind nach Angaben von Brieuc de Meeus, dem Generaldirektor der Gesellschaft, täglich rund 60.000 Fahrgäste weniger: „Wir müssen in der Tat konstatieren, dass vor allem weniger Menschen die Metro nehmen und das hat natürlich einen direkten Einfluss auf die Einnahmen. 60.000 Reisende weniger pro Tag. Doch wer war hier nicht traumatisiert?“

Vor allem die Metro leidet nach wie vor unter dem Trauma der Terroranschläge. Doch die Umsatzrückgänge haben auch damit zu tun, dass die Metro erst seit dem 25. April - rund ein Monat nach den Anschlägen - wieder ihren Fahrplan im vollen Umfang aufnehmen konnte. Viele Brüsseler Pendler meiden weiter die U-Bahn, sind aber auf Busse und Straßenbahnen umgestiegen, wie MIVB-Sprecherin An Van Hamme erwähnte: „Ein Teil der Fahrgäste ist aber völlig weggebrochen.“

Doch kann die Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft MIVB/STIB nach Angaben ihres Generaldirektors und ihrer Sprecherin feststellen, dass die Zahl der Fahrgäste von Tag zu Tag langsam wieder zunimmt.