Führerschein in Brüssel: Nach nur 30 Fahrstunden!

In Brüssel wird es schon bald möglich sein, die Führerscheinprüfung nach nur 30 Praxisfahrstunden in einer Fahrschule abzulegen. Der Fahrschüler wird also zum Beispiel schon zwei Wochen, nachdem er oder sie die Theorieprüfung bestanden hat, seine Fahrprüfung machen können.

Derzeit müssen Fahrschüler mindestens eine drei monatige Fahrpraxis nachweisen können, bevor sie einen Führerschein in den Händen halten dürfen. 

Die neue Fahrausbildung kann man vollständig in einer Fahrschule absolvieren und braucht kein eigenes Auto mehr für die Praxiserfahrung. Jugendliche, die in der Stadt wohnen, hätten oft keine Möglichkeit, mit einem eigenen Auto zu üben (In Belgien führen Autos mit Fahrschülern auf einer Übungsfahrt ein L für Learner sichtbar auf der Heckscheibe mit, Red.!), heißt es in der Brüsseler Regierung. Die will den jungen Leuten in diesem Punkt entgegenkommen.

Die Staatssekretärin für Verkehr, Bianca Debaets, sagte in der VRT hierzu: "Es gibt zwei Gründe: Viele junge Leute in Brüssel sind arbeitslos. Und in zahlreichen Unternehmen - der Flughafen am Stadtrand -, Nachtarbeit, zu der man nicht so leicht mit den öffentlichen Verkehersmitteln kommt, verlangen einen Führerschein."

"Um diesen jungen Leuten eine Möglichkeit zu geben, schneller einen Job zu finden, haben wir uns entschieden, dieses Verfahren anzubieten", so Baets.

Learner in Belgien

Die L-Übungsfahrt ist eine Möglichkeit für Fahrschüler in Belgien im Rahmen ihrer Führerscheinausbildung für die Klasse B Fahrpraxis außerhalb der Fahrschule zu sammeln. Um eine solche provisorischen Fahrerlaubnis zu erhalten, muß der Fahrschüler bereits die theoretische Fahrprüfung bestanden haben.

Eine weitere Voraussetzung ist, dass ein Beifahrer, der im Bestiz eines Führerscheins ist, bei den Übungsfahrten mitfährt.

In Deutschland muss der Fahranfänger seine Praxiserfahrungen immer bei einer Fahrschule erwerben.

Jonas Hamers / ImageGlobe