Möglicher Stromüberschuß in Belgien im Sommer

Der Verband der europäischen Stromnetz-Betreiber (ENTSO-E) warnt vor möglichen Elektrizitätsüberschüssen im kommenden Sommer in Belgien. Vor einem Jahr noch warnte die gleiche Behörde unser Land vor Stromengpässen. Damals reagierten die belgischen Behörden nervös, während jetzt eher Gelassenheit herrscht.
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Europas Stromnetz-Betreiber warnen unser Land vor Elektrizitätsüberschüssen im kommenden Sommer, doch Elia, der Betreiber des hiesigen Hochspannungsnetzes, relativiert und gibt an, dies sei nur in extremen Augenblicken der Fall. Das wäre besonders viel Sonnenschein bzw. besonders viel Wind. Bei Elia geht man nicht davon aus, dass dies wirklich zu Problemen führen wird.

Vor rund einem Jahr hatte ENTSO-E noch vor einer akuten Stromknappheit für Belgien gewarnt, weil einige Reaktoren in den belgischen Kernkraftwerken abgeschaltet werden mussten. Darauf reagierten die Behörden mit Plänen für geplante Stromabschaltungen (so genannte „brown outs“) und mahnten zum Stromsparen.

Ob Stromüberschüsse für technische Probleme sorgen können, sei dahingestellt. Bei der ENTSO-E-Warnung handelt es sich offenbar eher um ein Marktproblem. Für die Stromnetzbetreiber ist ein Gleichgewicht am Markt sehr wichtig.

Das bedeutet, dass es weder zu Überschüssen, noch zu Engpässen kommen sollte. Überangebote drücken die Preise an den Strombörsen bzw. an den so genannten „Spotmärkten“, wo kurzfristige Geschäfte getätigt werden. Und doch ist ein internationales Hin- und Herschieben mit Stromüberschüssen gang und gäbe.