Uniklinik Aachen: Stig Broeckx zweimal operiert

Die Ärzte der Aachener Universitätsklinik haben sich doch dazu entschlossen, den schwer verunglückten belgischen Radprofi Stig Broeckx (Archivfoto) zu operieren. Bei gleich zwei Eingriffen wurde der Druck auf das Gehirn des 26jährigen stabilisiert. Broecks war bei der Belgienrundfahrt bei einem im Hohen Venn von Begleitmotorrädern verursachten Unfall im Peloton mit schweren Kopfverletzungen in die RWTH-Uniklinik eingeliefert worden.
(c)Tim De Waele

In einer Pressemitteilung von Lotto-Soudal, der Mannschaft von Stig Broeckx, hieß es, dass die Zunahme des Drucks auf die Gehirnzellen des Verletzten zugenommen habe. Deshalb hätten ihn die Aachener Mediziner am Dienstagabend gleich zweimal operiert: „Hierdurch ist der Blutdruck wieder stabilisiert worden.“

Weiter heißt es in diesem Communiqué, dass er in den kommenden Tagen weiter im künstlichen Koma bleiben müsse: „Damit wird seinem Körper die Möglichkeit gegeben, sich von den Verletzungen und den Eingriffen zu erholen. Weitere Prognosen können momentan nicht gemacht werden.“

Broeckx war am Samstag auf Mont Rigi bei der 4. Etappe der Baloise Belgium Tour bei einem Unfall mit Begleitmotorrädern schwer verletzt worden. Zwei Motorräder hatten versucht, das Peloton auf dem Radweg zu überholen. Doch als dieser Radweg zu Ende, konnten die mit hoher Geschwindigkeit fahrenden Maschinen nicht mehr rechtzeitig bremsen und stürzten in eine Gruppe der Radfahrer. Dabei rissen sie 19 Fahrer um, von denen 11 verletzt wurden.