Testspiel: Rote Teufel holen gegen Finnland nur ein 1:1

Die belgische Fußball-Nationalmannschaft hat sich beim Test- und Freundschaftsspiel gegen Finnland am Mittwochabend im Brüsseler König-Baudouin-Stadion fast blamiert. Gegen die Finnen reichte es nur zu einem 1:1-Unentschieden und der Ausgleich fiel erst knapp vor dem Schlusspfiff.

Die Roten Teufel waren im Vergleich zum Freundschaftsspiel gegen die Schweiz am Wochenende in Genf mit zwei Veränderungen in der Startelf gegen Finnland aufgelaufen. Nationalcoach Marc Wilmots ersetzte Romelu Lukaku im Sturm durch Michy Batshuayi und Divock Origi kam für Dries Mertens. Eden Hazard trug die Kapitänsbinde.

In der ersten Halbzeit hatten die Belgier einige schöne Torchancen, doch Finnlands Keeper Hradecky und dessen Defensive konnten gleich mehrmals klären und auch die Latte seines Tors war bei der Abwehr hilfreich, als Batshuayi per Kopfball zur Stelle war. Die häufigen Angriffe der Roten Teufel, die oft über Kevin De Bruyne liefen, führten meist zu Eckstößen, die der Ex-Wolfsburger präzise ausführte, doch Zählbares kam dabei nicht heraus. In der ersten Spielhälfte hatten die Belgier die Überhand, doch sie machten zu wenig damit.

Das sollte sich im zweiten Durchgang noch rächen, zumal Batshuayi nach wenigen Minuten erneut eine Kopfballchance vergab. Die Finnen hatten eine Chance, doch diese nutzten sie: Hämäläínen (Foto) hatte mit Belgien-Keeper Thibault Courtois leichtes Spiel… Wilmots reagierte umgehend und brachte für Batshuayi und Origi Dries Mertens und Christian Benteke ins Spiel. Wenig später kam auch Romelu Lukaku, der Marouane Fellaini ersetzte. In der 89. Spielminute traf Lukaku nach Zuspiel von Mertens zum Ausgleich (Foto).

Das Finnland-Spiel brachte keine neuen Erkenntnisse, außer vielleicht, dass die belgische Sturmabteilung nicht konsequent genug ist. Und dass sich die Verteidigung von der einzigen Torchance des Gegners so hereinlegen lässt, zeigt eine schwache Konzentration. Am kommenden Sonntag steht das letzte Testspiel vor der Europameisterschaft an. Dann geht es ebenfalls in Brüssel gegen Norwegen.