Züge fahren vorerst wieder nach Fahrplan

An diesem Samstagmorgen fahren die Züge wieder nach Fahrplan. Der Streik ist vorerst vorbei. Er hat vor allem in Wallonien rund eine Woche lang den Bahnverkehr zum Erliegen gebracht.
Jonas Hamers / ImageGlobe

Bahnsprecher Dimitri Temmerman betonte in der VRT an diesem Samstagmorgen, dass es noch zu kleineren Störungen kommen könnte: "Die Züge sind die ganze Zeit nicht gewartet worden. Das muss in den nächsten Tagen aus Sicherheitsgründen erfolgen. Und das nimmt ein wenig Zeit in Anspruch. Wir werden hierfür an diesem Wochenende zusätzliches Personal einsetzen. Trotzdem brauchen wir Zeit, um den Rückstand aufzuarbeiten."

Aus diesem Grund gebe es doch noch bis Montag kleinere Einschränkungen im Bahnverkehr in Flandern, so Temmerman.

Noch haben die Gewerkschaften und die Direktion der belgischen Bahn NMBS keine Einigung erzielt. Die sozialistische Gewerkschaft plant deshalb bereits einen neuen Streik, der nächste Woche Sonntag beginnen soll.

Der Fahrgastverband "Trein, Tram, Bus" reagiert verärgert auf die neue Streikansage der sozialistischen Bahngewerkschaft. Ihr Vorsitzender Stefan Stynen spricht von Machtmissbrauch.

"Das geht wirklich zu weit. Erneut sieben Tage Streik mitten in der Prüfungszeit steht in keinem Verhältnis. Wir rufen jedenfalls alle Parteien dazu auf, ihren gesunden Menschenverstand zu benutzen und nach einer Lösung zu suchen", sagte Stynen in der VRT.

"Außerdem raten wir den Fahrgästen für den letzten Streik, das heißt für den wilden Streik, der jetzt zu Ende gegangen ist, eine Entschädigung zu verlangen."