Ensor-Gemälde in Wien für über 1 Mio. € versteigert

Bei einer Versteigerung im Wiener Dorotheum erzielte ein Werk des belgischen Malers James Ensor einen unerwartet hohen Preis. Nach einem längeren Bietergefecht zahlte ein Interessent, der sich an der Versteigerung per Telefon beteiligte, einen Preis, der doppelt so hoch lag, als der Schätzwert: 1.022.500 €.

Das erst kürzlich entdeckte Gemälde “De doop van de maskers/ Bapteme de masques” (Foto) von James Ensor (1860-1949) aus Ostende gehört zum Spätwerk des Malers. Ensor (mit Husarenmütze) stellte sich darauf inmitten seiner maskierten und mit Theaterkostümen verkleideten Freunde selbst dar. Der stets in Ostende lebende und arbeitende Maler hatte sich dazu von einem Foto aus den 1880er Jahren inspirieren lassen. Diese Szene malte Ensor gleich mehrere Male.

Der Schätzpreis des jetzt im Wiener Dorotheum versteigerten Bildes lag vor der Versteigerung bei 300.000 bis 500.000 €. Verkauft wurde es am Dienstag aber für nicht weniger als 1.022.500 €. Das Werk entstand im Zeitraum 1925 bis 1930 und der damit erzielte Verkaufspreis ist für ein Gemälde aus dem so genannten „Interbellum“, der Zwischenkriegszeit des vergangenen Jahrhunderts, nach Ansicht von Fachleuten ein besonders hohes Ergebnis.