Modekette Charles Vögele will Belgien verlassen

Wie Wirtschafts- und Modemedien in der Schweiz und in Belgien berichten, will sich das Bekleidungsunternehmen Charles Vögele vom belgischen Markt zurückziehen. Nach schlechten Zahlen im vergangenen Jahr ist Vögele zu Sanierungen gezwungen. Der Rückzug aus Belgien mag da nicht überraschen, denn seit 1999 am hiesigen Markt aktiv gelang es dem Unternehmen niemals wirklich, hier Gewinne zu erzielen.

Charles Vögele ist nach der Verkündung der enttäuschenden Zahlen für 2015 weiter im Sanierungsmodus, meldet die schweizerische Fashion-Webseite fabeau dazu. Wie das Unternehmen jetzt mitteilte, wird nun sondiert, ob man im Rahmen dieser Sanierung nicht auch die Geschäfte der Marke in Belgien schließen soll. Charles Vögele ist seit 1999 am belgischen Markt aktiv, habe dort aber trotz intensiver Bemühungen nie operativen Gewinn erzielt.

Gleichzeitig, wie das Unternehmen weiter mitteilte, lassen die schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen, die Komplexität des belgischen Marktes und die derzeit kritische Haltung der Verbraucher hier keinen Hoffnungsschimmer aufkeimen, nach dem die Aufrechterhaltung der Läden noch weiter zu rechtfertigen ist. Seit rund fünf Jahren bemüht sich Charles Vögele darum, in Belgien schwarze Zahlen zu schreiben. Es wurden hier bereits Filialen geschlossen, das lokale Management-Team ausgetauscht und in Marketing investiert, doch das reichte wohl nicht, Belgien in die Gewinnzone zu führen.

Charles Vögele ist in Belgien derzeit noch mit 41 Filialen präsent und beschäftigt hier rund 210 Mitarbeiter. Die 1955 gegründete Charles Vögele Gruppe ist  führender Schweizer Modeanbieter im mittleren Preissegment und verfügt über 761 Verkaufsniederlassungen in insgesamt sieben Ländern: Schweiz, Deutschland, Niederlande, Belgien, Österreich, Slowenien und Ungarn. Die Gruppe erwirtschaftete 2015 mit über 6.000 Mitarbeitern einen Bruttoumsatz von 955 Mio. Schweizer Franken, der allerdings nicht befriedigen konnte.