Sozialistische CGSP will zwei Wochen Bahnstreik

Die frankophone sozialistische Gewerkschaft CGSP droht den für kommende Woche angekündigten Bahnstreik auf 14 Tage auszuweiten. Deren flämische Kollegen von der ACOD gaben an, sich diesem Vorhaben nicht anzuschließen. Konkret bedeutet dies, dass den Bahnreisenden und Pendlern ein zweiwöchiger Streik droht und dies ausgerechnet in der Examenszeit der Studenten.

Die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB bestätigte am Mittwochmittag Berichte, nach denen die Eisenbahner der frankophonen sozialistischen Gewerkschaft CGSP ab Sonntag nicht eine Woche sondern zwei Wochen Streik angekündigt hat. Das bedeutet, dass der Bahnverkehr im Zeitraum von Sonntag, den 19. Juni ab 22 Uhr bis Sonntag, den 26. Juni um 22 Uhr erheblich gestört bleibt.

Die Gewerkschaft will mit dieser Streikankündigung die Chefetage der belgischen Bahn unter Druck setzen, denn die Verhandlungen zwischen den Eisenbahnern und ihrer Direktion bezüglich der Erhöhung der Produktivität bei der NMBS/SNCB verlaufen nicht zur Zufriedenheit der CGSP. Streitpunkt bleibt weiter die geplante Streichung von 2 von 12 Kompensationstagen für mehr geleistete Wochenstunden (40 statt 36 Stunden bei Teilen des Bahnpersonals).

Allerdings verlautet von Seiten der ACOD in Flandern, dass dies ein Alleingang der wallonischen Genossen sei. Und auch die christlichen Gewerkschaften sind damit nicht einverstanden. Hier setzt man auf die Verhandlungen und verzichtete bisher gänzlich auf eine Streikankündigung.