König Philippe eröffnet Kieldrechtsschleuse

Am Freitagvormittag hat Belgiens Staatsoberhaupt König Philippe die größte Schleuse der Welt eröffnet: die Kieldrechtschleuse im Waaslandhafen. Als erstes wurde die MS Grande Lagos, ein Schiff der Reederei Grimaldi, in die Schleuse gelotst.

Die neue Kieldrechtschleuse ist 500 Meter lang, 68 Meter breit und 17,8 Meter tief, etwa 4 Meter tiefer als die Berendrechtschleuse am rechten Scheldeufer. Mit dieser neuen Schleuse bekommen Containerschiffe einen zweiten, größeren Zugang zum Waaslandhafen durch das Deurganckdock.

Der Bau der Schleuse startete Ende 2011. Erst hieß das Projekt Deurganckdockschleuse. Der vorläufige Name wurde Beginn diesen Jahres geändert und der neue Name verweist auf das benachbarte Polderdorf Kieldrecht.

Während der vergangenen fünf Jahre wurden 9,1 Millionen m³ Erde ausgegraben, 795.000 m³ Stahlbeton gegossen und 22.000 Tonnen Stahl verbaut. Die Schleusenmauer ziert ein 300 Meter langes und 9 Meter hohes Wandbild.

Der Bau der Schleuse kostete 382 Millionen Euro, fast 42 Millionen mehr als erst vorgesehen. Finanziert wurde das Projekt teilweise mit einem Kredit der europäischen Investitionsbank in Höhe von 160,5 Millionen Euro. Das Bundesland Flandern sorgte für den Rest der Baufinanzierung.

 Als erstes Containerschiff wurde am Freitagvormittag die MS Grande Lagos (Foto, links) von der Grimaldi-Reederei in die Schleus gelotst.

Am kommenden Wochenende kann die Schleuse besichtigt werden. Interessierte können sich den besten Überblick im höchsten Riesenrad Europas – 55 Meter – verschaffen.