Molenbeek: Polizeiwagen wurden in Brand gesteckt

Im Brüsseler Stadtteil Molenbeek sind am Freitagabend zwei Polizeiautos angezündet worden. Nach der zweiten Brandstiftung wurde ein Verdächtiger festgenommen. Weitere Ermittlungen sollen herausfinden, ob der Verhaftete auch den ersten Polizeiwagen angezündet hat.

Der erste Polizeiwagen wurde am frühen Freitagabend gegen 19 Uhr angezündet. Kurz vorher war die Polizei in die Jean-Baptiste Decockstraat gerufen worden, weil dort ein Mann dabei beobachtet wurde, der Feuer an einem Garagentor legen wollte.

Doch während der Befragung der Zeugen vernahmen die Beamten einen Knall und stellten fest, dass ihr Polizeifahrzeug lichterloh brannte. Das Fahrzeug war offensichtlich von einem Brandbeschleuniger getroffen worden. Danach gerieten einige herumhängende Jugendliche in Verdacht, die den Vorgang beobachtet hatten.

Gegen Mitternacht dann stand ein Zivilfahrzeug der Kripo am Brüsseler Westbahnhof in Molenbeek in Flammen. Hier konnte die Polizei einen verdächtigen jungen Mann festnehmen. Die Verhaftung folgte nach einem Anruf aus der Notrufzentrale.

Dort war ein Jugendlicher eingeliefert worden, der schwere Brandwunden an den Händen hatte. Dies schien dem Notarzt, den der Vater des Jungen per Notruf gerufen hatte, verdächtig, denn dieser brachte nur unzusammenhängende Gründe für seine Verletzungen heraus.

Der Jugendliche wurde festgenommen und bei weiteren Verhören sollen die Polizei herausfinden, ob der Verdächtige auch mit der Brandstiftung am frühen Freitagabend zu tun hat.