Bouli Lanners erhält Filmpreis in Frankreich

Der aus Ostbelgien stammende Filmemacher Bouli Lanners (Foto) ist mit dem „Goldenen Schwan“ beim Filmfestival von Cabour in Nordfrankreich ausgezeichnet worden. Lanners erhielt den Preis für die beste Regie für seinen jüngsten Streifen "Les premiers, Les derniers".
Nicolas Lambert

Bouli Lanners erzählt in seinem Film "Les premiers, Les derniers" die Geschichte von zwei Prämienjägern, die im französischen Niemandsland ein Handy suchen müssen. Lanners übernahm, wie schon öfter in seinen Roadmovies, auch eine der beiden Hauptrollen. Mit seinem Partner, dem französischen Schauspieler Albert Dupontel, begegnet er im Rahmen seines Auftrags Cowboys, einer ganzen Reihe Verrückten und auch Jesus.

Den "Goldenen Schwan" von Cabour erhielt Lanners aber nicht aus Scheuspieler, sondern als Regisseur. Diese Art der Auszeichnung freut ihn mehr als alles andere, so Bouli Lanners bei der Preisverleihung: "Es ist immer schön, eine Belohnung zu erhalten. Und es ist immer etwas Besonderes, als Belgier in Frankreich ausgezeichnet zu werden. Preise als Regisseur berühren mich tiefer als Auszeichnungen für die Schauspielerei."

"Les premiers, Les derniers" gewann davor bereits zwei Preise beim Filmfestival von Berlin und zwar den Panoramapreis der ökumenischen Liga und den der „Europa Cinemas Labels“. Bouli Lanners wurde auch schon für frühere Streifen ausgezeichnet, wie z.B. für "Ultranova" und für "Eldorado".

In den kommenden Monaten nimmt Lanners als Regisseur eine Auszeit, denn bald beginnen die Dreharbeiten für einen Film über die Killerbande von Brabant von François Trouken. Hier spielt Lanners einen Polizeikommissar. Dieser Film wird in erster Linie in Brüssel und Charleroi gedreht werden.