„Wohnungen an Asylanten vermieten“

Der für Asyl und Migration zuständige Staatssekretär Theo Francken (N-VA, Foto) will verschiedene Unterbringungsmöglichkeiten für neu eingetroffene Flüchtlinge schließen, weil kein Bedarf mehr besteht. Er hat keine Einwände dagegen, dass Gemeinden die frei werdenden Wohnungen an anerkannte Asylbewerber vermieten.

Vor einem Jahr war die Flüchtlingskrise auch in Belgien akut. Seit einigen Monaten treffen hier aber immer weniger Flüchtlinge ein und den damals eingerichteten Flüchtlingsheimen stehen jetzt die Betten leer. Deshalb kündigte Staatssekretär Francken an, er werde verschiedene Heime schließen.

Problematisch bleibt aber, das anerkannte Asylbewerber häufig keine dauerhafte Bleibe finden. Wenn die Gemeinden in den frei gewordenen Räumlichkeiten Wohnraum für sie einrichten wollten, sei das kein Problem, so Francken. Die Menschen allerdings massenhaft in Kasernen unterzubringen, könne nicht das Ziel sein, so Francken.

Hilfsorganisationen hatten Befürchtungen geäußert, dass viele Flüchtlingskinder nach der Schließung der Auffangzentren aus ihrem Umfeld gerissen würden und die Schule wechseln müssten. Eltern müssten die sozialen Kontakte abbrechen, wenn sie gezwungen seien, umzuziehen.