Poststreik: Große regionale Unterschiede

Die Folgen des heutigen Streiks bei Belgiens Post sind unterschiedlich. Sowieso wird deswegen heute weniger Post zugestellt, aber in Flandern ist die Postzustellung zu 80 Prozent gewährleistet, in der Wallonie nur zu 50 Prozent. Auch während der kommenden Tage ist mit Zustellungsproblemen zu rechnen.

Die christliche und sozialistische Postgewerkschaften streiken diesen Montag 24 Stunden lang. Sie protestieren mit dem Arbeitskampf gegen die anhaltenden Personalengpässe, die schlechte Arbeitsorganisation, den zunehmenden Einsatz von außerbetrieblichen Arbeitskräften und die mögliche Privatisierung der belgischen Post BPost.

Im Vorfeld hatte sich das Postmanagement auf den angekündigten Streik vorbereitet, kündigte aber an, dass sowieso Briefkästen leer bleiben würden. In der Provinz Lüttich ist der Streik am erfolgreichsten. Dort wurde nur 30 Prozent der Post zugestellt. In der ganzen Wallonie ist die Postzustellung zu 50 Prozent gewährleistet und in Flandern zu 80 Prozent.

Sowieso konnte weniger Post zugestellt werden und das dürfte noch einige Tage so bleiben. Streikposten haben die Postsortierzentren von Brüssel, Gent, Antwerpen, Lüttich und Charleroi blockiert. Deshalb konnten dort keine Briefe oder Päckchen angeliefert werden. BPost hatte deshalb schon Freitag und am Wochenende möglichst viele Poststücke in den Sortierzentren angeliefert. Nicht betroffen ist von dem Streik die Zeitungszustellung.