"Belgier sollen 5 % weniger Kalorien essen“

Belgiens Gesundheitsministerin Maggie De Block (Open VLD) hat mit der hiesigen Lebensmittelindustrie ein Abkommen geschlossen, nachdem die Nahrungsmittel aus gesünderen Zutaten zusammengestellt werden sollen. Bis Ende des kommenden Jahres sollen hier produzierte Lebensmittel durchschnittlich über 5 % weniger Kalorien verfügen.

Das Abkommen zwischen Gesundheitsministerin De Block (kl. Foto) und dem Lebensmittelsektor wurde vom Lebensmittelverband Fevia und vom Einzelhandelsverband Comeos unterzeichnet. Dieses „Konvention ausgeglichene Nahrung“ genannte Abkommen soll zu eine Verringerung der Kalorienzahl um 5 % gegenüber 2012 bis zum Ende des kommenden Jahres führen.

In erster Linie soll der Zucker- und Fettgehalt in den Lebensmitteln zurückgedrängt werden. Das betrifft aber nicht nur den Handel, sondern auch die Bereiche Gastronomie, wo z.B. die großen Fast-Food-Ketten angesprochen sind oder die Catering-Unternehmen, die z.B. Unternehmenskantinen, Schulen oder Krankenhäuser beliefern. Zu der Übereinkunft gehören auch kleinere angebotene Portionen oder gesündere Zutaten in den Rezepten.

Die Lebensmittel betrifft der erste Schritt, der bis Ende 2017 läuft. Doch die Sache geht noch weiter. Bis 2020 sollen die in Belgien produzierten und angebotenen so genannten „Softdrinks“ bis zu 10 % weniger Zucker beinhalten. Auch in Müslis und anderen Arten von Frühstücksflocken soll der Fett- und Zuckergehalt zurückgeschraubt werden. Über das jetzt abgeschlossene Abkommen wurde bereits seit 2012 verhandelt. Es schließt an eine weitere Konvention an, die bereits 2009 getroffen wurde. Seit damals wurde der Salzkonsum um 10 % gesenkt.