Metro und Makro auf Schrumpfkurs in Belgien

Die Direktion der belgischen Filiale der deutschen Warenhausgruppe Metro und Makro hat einen einschneidenden Umstrukturierungsplan angekündigt. Diesem Plan könnte hier jeder sechste Job zum Opfer fallen. Vor zwei Jahren hatte die Gruppe in Belgien schon einmal über 370 Arbeitsplätze gestrichen.

Nach Angaben der belgischen Geschäftsleitung von Metro-Makro sollen der Umstrukturierung maximal 505 der derzeit 3.000 Arbeitsplätze der Gruppe zum Opfer fallen.

Man wolle versuchen, so wenig wie möglich Mitarbeiter direkt zu entlassen. Mit den Gewerkschaften werden Gespräche zu einem Sozialplan geführt, bei denen es zum Beispiel über Vorruhestandsregelungen gehen wird. Die Metro-Gruppe will ihre Umstrukturierung über einen längeren Zeitraum bis etwa Ende 2018 laufen lassen.

Keine der Metro- oder Makro-Filialen soll dabei geschlossen werden. Makro hat in Belgien sechs Filialen und Metro Cash & Carry neun. Auch wenn überall, sogar am Hauptsitz der belgischen Gruppe in Wommelem bei Antwerpen, Stellen gestrichen werden sollen, will die Gruppe 61 Mio. € in Belgien investieren.

Und für Metro seien sogar neue Filialen eingeplant, hieß es in Wommelgem dazu. Zentral betrifft die Planung die Marke Makro, die es aufzufrischen gelte. Offenbar ist das derzeitige Konzept von Makro überholt und die Konkurrenz von Seiten des belgischen Discounter-Marktführers Colruyt ist groß.

Neue Ausrichtung

Makro soll sich in Zukunft auf zwei Gruppen von Kunden konzentrieren: Auf Privatkunden und auf Geschäftsleute. Kerngeschäfte sollen die Baumarkt und die Gartenbauabteilung sowie die Bereiche Lebensmittel, Catering und Veranstaltung (Partys, Feiern, Feste) werden. In diesem Sinne sollen die Makro-Filialen auch aufgefrischt werden. Bei Metro will man den Fokus in Belgien deutlicher auf den professionellen Bereich in Sachen Lebensmittel und Gaststättengewerbe legen. Hier sollen ebenfalls Filialen aufpoliert werden und man plant sogar die Eröffnung von neuen Märkten.